Sherlock Holmes Kurzgeschichten

Das Landhaus in Hampshire von Sir Arthur Conan Doyle

In der Geschichte Das Landhaus in Hampshire von Sir Arthur Conan Doyle kommt eine junge Frau zu Holmes und Dr. Watson, die seltsame Dinge zu berichten hat. Sie arbeitet bei einer reichen Familie als Kindermädchen. Aber wie sie die Stelle bekommen hat und wie sich diese Familie verhält, findet sie seltsam und es beunruhigt sie, weshalb sie Holmes beauftragt näheres herauszufinden. Die Familie zahlt gut und deshalb möchte sie die Stelle eigentlich behalten. Sie wurde von dem Mann aus mehreren Mädchen ausgewählt, allerdings unter der Bedingung, dass sie sich die Haare kurz schneide und sich ab und zu in einem blauen Kleid zeigen solle. Obwohl das Mädchen, Violet Hunter, ihre Haare liebt, ist sie bereit sie abzuschneiden. Sie findet allerdings einen zweiten Zopf, der dem ihren ziemlich ähnlich sieht. Dann soll sie sich eines Tages in einem Raum mit großen, vielen Fenstern, die zur Straße rausgehen auf einen Stuhl setzen. Sie soll dort sitzen und den Geschichten und Witzen, die der Hausherr erzählt, lauschen. Bald bemerkt sie, dass draußen auf der Straße ein Mann ist, der sie beobachtet. Außerdem findet sie heraus, dass in einem Flügel des Hauses niemand Zutritt hat, außer dem Hausherren und den Hausangestellten. Sie möchte wissen, woran es liegt, schleicht sich in den Flügel. Der Hausherr wird ihr gegenüber immer aggressiver, sodass sie sich entscheidet, Holmes und Dr. Watson aufzusuchen, damit sie für sie dieses mysteriöse Rätsel lösen. Holmes möchte sich in dem Flügel umsehen und kommt schnell dahinter, dass dort eine junge Frau, vermutlich die Tochter der Hausbesitzer eingesperrt war, die angeblich verreist sein soll. Sie wollte heiraten, sodass das Geld, das sie von ihrer Mutter, an den Mann übergehen würde, der sie heiratete. Mr. Rucastle sorgte also dafür, dass seine Tochter gequält wurde bis sie beinahe starb. Sie überlebte zwar, aber wurde weiterhin gefangen gehalten. Als die Tochter dann freikam heiratete sie ihren Verlobten doch noch.

Auch hierbei handelt es sich mal wieder um eine junge Frau, die sich nicht mehr zu helfen weiß. Ihr ist etwas seltsames beziehungsweise fragwürdiges zugestoßen und möchte herausfinden, was dahintersteckt. Der einzige, der ihr dabei helfen kann, ist wie immer Sherlock Holmes. Die junge Frau erzählt also erst einmal ihre Geschichte, ihre Erlebnisse, auf die sich auch ein Leser im ersten Durchgang erst einmal keinen Reim machen kann. Erst sobald Sherlock Holmes dann auch die anderen Hinweise zusammengetragen hat, kommt langsam ein konsistentes Gesamtbild zustande, mit dessen Hilfe Holmes dann die Lösung des Falles präsentiert, worauf man als Leser aber meistens nicht einfach so kommt. So ist es auch hier. Interessant fand ich an diesem Fall besonders, dass Holmes sich kurz vor Schluss noch immer nicht über die genauen Ereignisse und Beweggründe im Klaren ist. Diese Tatsache macht den Fall besonders interessant und spannend.

Diese Geschichte bildet den Abschluss dieses Bandes Die Abenteuer des Sherlock Holmes. Allerdings merkt man der Geschichte es nicht an. Das fand ich irgendwie schade, andererseits wenn man überlegt, dass alle Serien heute mit einem Staffelfinale enden, dass die Zuschauer nur dazu bringen soll, auch die nächste Staffel wieder zu sehen, hat diese andere Vorgehensweise auch einen gewissen Charme, die mir aus dieser Perspektive nicht schlecht gefiel.

Insgesamt fand ich diesen Fall wirklich mysteriös, spannend und durchaus lesenswert, weshalb ich Das Landhaus in Hampshire von Sir Arthur Conan Doyle gerne weiterempfehle, denn es beschließt einen gelungenen Band der Geschichten des Detektives Sherlock Holmes.

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