Macht des Himmels von L. Winter

Rezension: Macht des Himmels von Linda Winter

Bei Macht des Himmels von Linda Winter handelt es sich um den vierten und letzten Teil der Reiter des Himmels-Reihe. Die Bände bauen logisch aufeinander auf, sodass man diese schon in der richtigen Reihenfolge lesen sollte, außerdem sind die zeitlichen Abstände zwischen den Bänden sehr eng, sodass man sie gut schnell hintereinanderweg lesen kann.

Der Anfang des vierten Bandes hat mich sehr stark an den Anfang des ersten Bandes erinnert. Hier gibt es also in gewisser Weise eine Parallelhandlung. Stella und Tyko kannten sich am Anfang nicht und waren getrennt voneinander unterwegs. Tyko war auf dem Weg nach Zilaa beziehungsweise zur Dracheninsel, während Stella auf der Dracheninsel und Zilaa auf dem Nachtmarkt unterwegs war. Nun im vierten Band ist Stella auf dem Weg durch die unterirdischen Gänge des Vulkans der Dracheninsel, während Tyko vom Süden Sentras auf dem Weg in den Westen, zur Dracheninsel, ist und einen Halt in Amnu Madras macht. Mir hat diese Parallelität gut gefallen, auch wenn sie möglicherweise unbeabsichtigt war.

Auch wenn ich hier zum Ende der Reihe und damit auch des Bandes nicht zu viel schreiben möchte, will ich doch sagen, dass es mir verdammt gut gefallen hat. Ich mag solche Enden total gerne und finde es schade, dass es so etwas nicht häufiger gibt.

Mir hat vor allem auch gut gefallen, dass noch einige Fragen geklärt wurden und dass Tyko noch einiges über Amnu Madras, die Herkunft seiner Familie, das Schicksal von Zilaa und der Anuul und die Beziehung über Niola und seinen Großvater erfahren hat; auch wenn ich es nervig finde, wenn der Held alleine auf die Lösung des Rätsels kommen muss, wenn alle anderen diese doch kennen und ihm einfach helfen könnten. Mir hat die Lösung auch gut gefallen und sie hat sehr stimmig zum restlichen Roman gepasst.

Dass Tyko wenig bis kein Vertrauen in Hakama hat, fand ich auch sehr interessant, weil er sonst ja häufig allen möglichen Leuten vertraut hat. Aber natürlich kann man es in der gegebenen Situation durchaus nachvollziehen. Der Fokus des Bandes lag auch ziemlich auf Hakama und aufgrund von Tykos mangelndem Vertrauen in sie hatte ich die ganze Zeit so halb damit gerechnet, dass sie ihn verrät oder versucht, ihn zu betrügen. Das hat dem Band eine zusätzliche Spannung verliehen.

Auch abgesehen davon haben mir die Kapitel im Palast von Amnu Madras verdammt gut gefallen, da ich sie unglaublich spannend fand. Ich wollte in diesem Teil des Bandes am liebsten einfach die ganze Zeit weiterlesen und fand die Teile, die bei Stella in der Hölle gespielt haben schon recht langweilig und wollte am liebsten direkt weiter zu Tyko, wobei natürlich klar ist, dass man auch zeigen muss wie es Stella gerade so ergeht, zumal man ja mit ihr auch schon drei Bände voller Abenteuer erlebt hat und somit gewisse Sympathien für sie hat.

Dass Stella nicht von Tyko selbst gerettet wurde, hat mir ebenfalls gut gefallen, weil das nicht zu den Charakteren der beiden Helden gepasst hätte und ich mir das für Stella nicht vernünftig hätte vorstellen können. Stella ist eben eine sehr starke Figur und eine Heldin und eine Rettung von einem männlichen Charakter hätte nicht stimmig dazu gepasst.

Es gab natürlich auch dieses Mal einige emotionale Szenen und eine der emotionalsten war sicherlich auch die Rettung von Niola. Mir hat es sehr gut gefallen, dass Tyko Niola rettet, weil man das Gefühl hat, dass sie danach auf irgendeine Weise in seiner Schuld steht und die beiden von nun an eine besondere Verbindung zueinander haben. Da mir Niola auch recht sympathisch war, hat es mich natürlich auch deshalb gefreut, dass sie nicht stirbt, sondern auch noch bei der finalen Schlacht dabei ist und immer wieder eine wichtige Rolle im vierten Band gespielt hat.

Alles in allem hat mir der vierte Band auch sehr gut gefallen und er gehörte für mich neben dem dritten Band zu den beiden Highlights der Reihe, obwohl mir ja auch der erste schon recht gut gefallen hat. Ich empfehle also den vierten Band Macht des Himmels von Linda Winter und erst recht die Reihe Die Reiter des Himmels sehr gerne weiter.

 

 

 

Danke an Linda Winter für sie Leserunde und das Rezensionsexemplar!

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