Die rote Pyramide von R. Riordan

Rezension: Die rote Pyramide von Rick Riordan

Die rote Pyramide von Rick Riordan ist der erste Teil der Kane-Chroniken, bei welchen es sich um eine Trilogie handelt.

Rick Riordan ist ziemlich bekannt für seine Percy Jackson-Reihe, aber als ich sah, dass der auch etwas mit Ägypten geschrieben hat, dachte ich, dass mir das auch gefallen könnte und so habe ich mir den ersten Band besorgt.

Ich mag Sadie und Carter ziemlich gerne, vor allem da die Rollenaufteilung nicht den herkömmlichen entspricht. Obwohl Carter immer mit seinem Vater unterwegs war, ist er eher der ängstliche, unsichere Typ und Sadie, die im wohlbehüteten Zuhause ihrer Großeltern lebt ist eher draufgängerisch und mutig. Diese Rollenverteilung fand ich genau deshalb so interessant, aber natürlich finde ich es immer gut, wenn das Mädchen etwas rebellischer ist und die Mutigere in der Gruppe ist. Carter fand ich einfach süß und ich mochte, dass er im Laufe des Buches immer mehr aus sich herauskommt und über sich selbst hinauswächst.

Am Anfang fand ich die Zankereien der Geschwister ziemlich nervig, aber das gibt sich mit der Zeit und so ab etwa 150 oder 200 Seiten ist es mir auch nicht mehr negativ aufgefallen. Ja, ich verstehe, dass sich Geschwister streiten und erst recht, wenn sie praktisch keine gemeinsame Vergangenheit haben (bzw. ihre gemeinsamen Jahre schon etwas länger zurückliegen), aber irgendwann nervte mich ihr Verhalten nur noch, weil sie sich ja schließlich in Gefahr befinden und statt sich zu unterstützen, ärgern und streiten sie sich.

Wie bei Percy Jackson gibt es auch hier eine alte Götter- und Sagenwelt, die der Autor gekonnt in die moderne Welt integriert und so diese alten Göttersagen lebendig werden lässt. Carter und Sadie werden in Überschneidung der Welten integriert und sie bilden die Protagonisten, da sie eine enge Verbindung zu den ägyptischen Pharaonen haben.

Was mir auch gut gefallen hat, war die Erzählsituation: Sadie und Carter erleben die Geschichte und zeichnen diese hinterher auf. Dabei wechseln sie sich ab und so wird die Geschichte aus zwei verschiedenen Blickwinkeln erzählt; auch die Seitenhiebe wie (Jetzt hat Sadie mich gehauen) oder ähnliches haben mir dabei gut gefallen. Auch, dass der Autor eigentlich nur der Herausgeber und derjenige, der das Video transkribiert hat, ist hat mir gut gefallen. Ich hoffe ja, dass wir später noch erfahren, warum genau sie diese Form der Aufzeichnung gewählt haben, denn das wird aus dem Ende nicht so ganz klar.

Lustig fand ich besonders, dass Amos auf die Götter auf der anderen Seite des Flusses verweist. Als Percy Jackson-Leserin weiß ich, dass dort die olympischen Götter derzeit residieren und somit wird darauf verwiesen, dass beide Götterwelten in der modernen Welt offenbar parallel existieren. Diesen kleinen Verweis fand ich sehr cool, weil ich es immer mag, wenn ich solche erkenne.

Alles in allem stimmt das Ende wunderbar auf den nächsten Teil der Trilogie ein, auf den ich mich schon sehr freue. Mir hat Die rote Pyramide, Teil eins der Kane-Chroniken, von Rick Riordan gut gefallen und ich hoffe, wir lernen noch mehr junge Mitstreiter:innen in den folgenden Bänden kennen.

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