Prinzessin auf Probe von E. Jean

Rezension: Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe von Emiko Jean

Prinzessin auf Probe von Emiko Jean ist der erste Teil der Tokyo ever after-Reihe, in der es um die japanische Prinzessin geht.

Izumi war ein toller Charakter. Ich mochte sie am Anfang zwar noch nicht, aber im Laufe der Zeit ist sie mir immer sympathischer geworden. Ich mochte es auch, dass sie so ein realistischer und plausibler Charakter war. Sie hat zwar Schwächen, arbeitet aber an ihnen. Sie ist nirgendwo wirklich gut. Sie ist weder besonders klug, noch hübsch oder kann sonst etwas besonderes. Und gerade deshalb fand ich sie so toll. Ich hätte sie gerne als Freundin gehabt.

Die Geschichte selbst fand ich total spannend. Es werden hier verschiedene Themen behandelt: die Unterschiede zwischen der japanischen und der amerikanischen Kultur, die Liebe zwischen Izumi und Akio, die Suche nach ihren Wurzeln, ihren Vater kennenzulernen und ihre eigene Identität zu erforschen. Diese Themen wurden natürlich nicht erschöpfend behandelt, aber ich hatte dennoch das Gefühl, dass sie in ausreichender Tiefe in den Roman eingeflossen sind. Besonders gut hat mir gefallen, dass Izumi versucht ihre Identität als Japanerin und als Amerikanerin zu finden. Und es irgendwie geschafft hat, sich selbst weder nur als das eine noch ausschließlich als das andere wahrzunehmen und diese Brücke irgendwie schlagen konnte.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Akio und Izumi hat mir gut gefallen, wobei ich nicht damit gerechnet hatte, dass sie einen so wichtigen Teil ausmacht. Dafür kam das Kennenlernen zwischen Izumi und ihrem Vater ein bisschen kurz, was aber auch durch die Handlung selbst begründet war und seinen Teil zum Konfliktpotential beigetragen hat.

Der Verlag selbst bringt den Vergleich zwischen dem Roman und dem Cinderella-Motiv, was meiner Ansicht nach weniger passend ist. Außerdem stellen sie eine Parallele zwischen Plötzlich Prinzessin (Filme von 2001 und 2004) („Und plötzlich bist du Prinzessin von Japan“ schreibt der Verlag) und dem Buch her und diese finde ich sehr naheliegend. Das Buch erinnerte mich auch an den Film Was Mädchen wollen (2003), in dem es um die junge Daphne Reynolds geht, die ihren Vater in England aufsucht, um diesen besser kennenzulernen. Ihr Vater entpuppt sich aber als Lord Henry Dashwood, der von ihr bislang nichts wusste. Auch hier sind die Parallelen offensichtlich.

Insgesamt hat mir der erste Teil der Tokyo ever after-Reihe Prinzessin auf Probe von Emiko Jean sehr gut gefallen. Ich mochte Izumi sehr gerne, fand die Handlung und die angesprochenen Themen spannend und mochte es auch, zu bekannten Filmen, Parallelen ziehen zu können. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für diesen Roman, denn für mich war es ein klares Highlight!

 

 

 

Vielen Dank an dtv für das Leseexemplar!

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