Lieblingsworte

Zugzwang

Das Substantiv Zugzwang kommt aus dem Schachwesen und es bedeutet (laut duden-online) so viel wie die ‚Notwendigkeit, sich in einem bestimmten Zeitpunkt [in bestimmter Weise] zu entscheiden, etwas Bestimmtes zu unternehmen oder zu erreichen‘. Mit dieser Erklärung aus dem Duden ist relativ klar was es bedeutet. Aber man kann dieses Substantiv auch relativ einfach auf das normale Leben übertragen, sodass man sich eine hypothetische, moralische Situation vorstellen kann bei der man sich irgendwie entscheiden muss, aber eigentlich nur daneben liegen kann.

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Inkrementell

Inkrementell ist ein Adjektiv, dass aus dem Lateinischen kommt von incrementum und auf Deutsch Wachstum oder Zunahme bedeutet. Dieses Wort bedeutet also, dass etwas schrittweise erfolgt oder aufeinander aufbaut.

Natürlich habe ich dieses Wort wie viele der anderen auch aus der Universität und verwende es auch nicht so häufig in meinem aktiven Wortschatz, aber ich denke, es kann nicht schaden, wenn man es zumindest in seinem passiven Wortschatz hat und weiß was es bedeutet.

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Zudringlichkeit

Mir gefiel das Substantiv ganz gut, welches ich bei Böll „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ las, denn dort besteht Katharina Blum darauf, dass es einen Unterschied zwischen Zudringlichkeit und Zärtlichkeit gibt. Sie sagt, dass Zärtlichkeiten von beiden Parteien ausgetauscht werden und dass es Zärtlichkeiten sind, die die Frau wünscht, Zudringlichkeiten hingegen werden von Männern verwendet um Frauen einzuschüchtern oder ihnen ihre Gefühle zu zeigen. Diese Unterscheidung gefiel mir ganz gut, außerdem mag ich das Wort Zudringlichkeit, auch wenn es meiner Ansicht nach ein negatives Konnotat hat.

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Fulminant

Fulmen aus dem Lateinischen bedeutet Blitz(strahl) laut Duden.de, fulminant bedeutet also blitzartig, grandios, imposant, famos. Fulminare (lat.) bedeutet blitzen, mit dem Blitz treffen. Dieses Adjektiv wirkt meiner Ansicht nach schon sehr bombastisch, sehr eindrücklich und groß, es wirkt schon von außen so, wie die Bedeutung, die man dann erfährt.

Dieses Wort verwende ich sogar ab und zu in meinem alltäglichen Wortschatz, weil es genau das ausdrückt, was man bzw. ich in diesem Kontext meine.

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Dysphemismus

Dysphemismus

Ein Dysphemismus ist das Gegenteil vom Euphemismus und bedeutet so viel, dass ein Gegenstand ein sehr negatives Konnotat erhält. Ein Begriff wird in sehr starker Weise herabgesetzt, zum Beispiel Regime für Regierung.
Der Begriff kommt aus dem Griechischen. Das Präfix Dys-, welche etwas unglückliches oder Widriges bedeutet. Dyspehmia bedeutet ‚Worte von übler Vorbedeutung‘ oder ‚Schmährede‘.
Ich hatte dieses Wort bisher noch nicht gehört und fand es sehr interessant, denn das Gegenteil den ‚Euphemismus‘ verwende ich tatsächlich regelmäßig in meiner Alltagssprache.

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Korrumpieren

Korrumpieren

Das Verb korrumpieren kommt aus dem Lateinischen corrumpere und heißt verderben, verschlechtern; verführen, verleiten und „[durch Bestechung] für zweifelhafte Interessen, Ziele gewinnen; zu verachtenswerten Handlungen verleiten“. So negativ war das Verb zwar nicht verwendet als ich es aufschnappte, aber irgendwie kann ich mir anhand dieser Wortbedeutung ganz gut vorstellen, was es genau heißt. Ich finde es immer schwierig nur anhand von einer Bedeutung ein Gefühl für ein Wort zu kriegen und es dementsprechend richtig zu verwenden. Ob ich das Wort wirklich öfter verwende, weiß ich nicht, aber zu wissen, was es heißt, schadet vermutlich nicht.

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Impertinent

Impertinent

Das Adjektiv impertinent bedeutet so viel wie frech, unverschämt oder in herausfordernder Weise ungehörig. Ich finde, dass es viel schöner klingt, wenn mich jemand als impertinent bezeichnet als wenn er mich frech oder gar unverschämt nennt. Wobei ich vermutlich egal wie man es ausdrückt so oder so nicht glücklich damit wäre. Aber ich finde, man kann zumindest so viel Respekt vor mir haben, dass man sich die Mühe macht klug klingende Worte auswendig zu lernen bevor man mich beleidigt. Oder aber auf der anderen Seite, wirkt es doch viel toller, wenn ich jemanden impertinent nenne und der erst einmal gar nicht weiß, was ich damit gesagt habe, als wenn er es sofort weiß. Aber warum sollte man dieses Wort eigentlich in seinem aktiven Wortschaft verwenden? Ich finde es nicht notwendig solche Worte zu verwenden, aber in welchem Kontext sollte man dieses Wort sonst verwenden wenn nicht in diesem?

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Polemisch

Polemisch

Das Adjektiv polemisch ist mir auch in meinem universitären Alltag in letzter Zeit unter gekommen, wobei ich finde, dass man es gerne auch in seinem „normalen Alltag“ ab und zu verwenden kann. Polemisch bedeutet (laut Duden-online) „in der Art, in der Form einer Polemik; als Polemik gemein; scharf, unsachlich“ und so würde ich es dann auch aktiv verwenden so im Sinne: „Deine Argumente sind aber polemisch.“ Irgendwie klingt das Adjektiv schöner als aggressiv, bissig oder feindselig, obwohl es genau das bedeutet.

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Ische

Ische

Das Substantiv Ische ist umgangsprachlich und veraltet, allerdings verwende ich es in letzter Zeit öfter mal. Es ist natürlich abwertend gemeint und ich sollte es wohl nicht verwenden, aber natürlich kommt es immer auf das Konnotat an. Duden-online sagt, dass das Substantiv „Mädchen oder junge Frau (aus der Sicht eines Jungen, jungen Mannes)“ heißt, wobei ich nicht weiß, warum das Wort nur aus der Sicht eines jungen Mannes oder Jungen Mädchen oder junge Frau bedeuten kann.

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Pimpf

Pimpf

Okay, das Substantiv Pimpf ist sicherlich nicht bildungssprachlich und es ist mir auch in meinem Privatleben begegnet. Ich verwende das Wort gerne hin und wieder, weil ich es im Vergleich recht harmlos finde. Neulich lief mir ein Pimpf über den Weg, der auf dicke Hose machte, aber wirkte wie ein zwölfjähriger Sunny-Surfer-Boy. Dieses Verhalten fand ich einfach so lustig, dass ich ihn unwillkürlich als Pimpf bezeichnen wollte. Natürlich habe ich das so nicht ausgesprochen. Aber auch in Film und Fernsehen habe ich das Wort bereits gehört.