Lieblingsworte

Scharteke

Das Substantiv Scharteke ist abwertend für ein altes Buch, das seinem Inhalt nach wertlos ist oder ein anspruchsloses Theaterstück, allerdings kann damit auch eine ältere unsympathische Frau gemeint sein, wobei ich diesen Ausdruck dafür noch nie gehört habe.

Ursprünglich kommt das Substantiv wohl aus dem Lateinischen charta für Karte, allerdings findet sich im Mittelniederdeutschen die scarte oder scarteke für ein altes Buch oder eine Urkunde.

Ich finde es nicht gut ein altes Buch als Scharteke zu bezeichnen, allerdings sind mir ein paar Synonyme für abwertende Bezeichnungen für alte Bücher bekannt – leider.

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Knautschen

Das Verb knautschen bedeutet, dass etwas zusammengedrückt oder geknüllt wird, Falten bildet oder knittert. Nach dem Duden-online ist knautschen eine verhochdeutschte Form von knutschen, wobei ich das Wort verhochdeutscht auch noch nie gehört habe, aber das sei mal dahingestellt. Knutschen kommt aus dem Mittelhochdeutschen knutzen, welches drücken oder quetschen bedeutete. Nun versteht man auch wieso knautschen von knutschen kommt, aber warum heißt jetzt knutschen knutschen? Wer wird denn da zerknautscht? Klingt zumindest nicht sonderlich romantisch…

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Havarie

Die Havarie ist ein Substantiv aus dem Flug- oder Seewesen. Mit Havarie wird laut Duden-online ein Unfall von Flugzeugen oder Schiffen bezeichnet oder der Schaden, der durch einen solchen Unfall an besagten Transportgefährten entstanden ist. Auch ein Schaden an größeren Anlagen oder technischen Maschinen kann damit gemeint sein.

Die Havarie kommt aus dem Niederländischen averij oder aus dem Französischen avarie, auch im Italienischen avaria oder im Arabischen awär lassen sich Ähnlichkeiten entdecken, überall bedeuten diese Wörter etwa Fehler oder Schaden.

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Rekognoszieren

Das Verb rekognoszieren bedeutet so viel wie die Echtheit einer Person, Sache oder Urkunde (ob gerichtlich oder amtlich) anerkennen, kann aber scherzhaft oder veraltet auch etwas wie auskundschaften bedeuten (laut Duden-online).

Rekognoszieren kommt aus dem Lateinischen recognoscere und bedeutet prüfen.

In wie weit man dieses Wort in seine Alltagssprache einbaut, weiß ich zwar auch noch nicht, aber mir hat es gefallen. Vor allem die Folge von s und z in der Wortmitte ist nicht besonders häufig, sodass es mir auffiel.

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Dissident

Dissident kann je nachdem ob man es groß oder klein schreibt ein Adjektiv oder ein Nomen sein. Ein Dissident ist jemand, der anders denkt, ein Abweichler, der von einer offiziellen Meinung abweicht, bildungssprachlich kann das aber auch jemand sein, der aus einer Religionsgemeinschaft ausgetreten ist (laut Duden-online).

Dissident kommt aus dem Lateinischen von dissidens und bedeutet dis- = auseinander und sedere = sitzen, also auseinander sitzen oder voneinander entfernt sitzen.

Eine schöne Beleidigung, die man in einem hitzigen Wortgefecht einmal fallen lassen kann um jemanden als Verräter zu bezeichnen, aber ein anderer Gebrauch würde mir in meinem Alltag nicht einfallen. Euch vielleicht?

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Phlegmatisch

Das Adjektiv phlegmatisch habe ich nicht nur aus einer sehr bekannten Serie, sondern auch aus einem Buch von Jules Verne, denn dort wird Phileas Fogg in „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ als phlegmatischer Gentleman beschrieben. Natürlich hat es mich dann interessiert was dieses mysteriöse Wort bedeutet und so fand ich heraus, dass es träge oder schwerfällig bedeutet, dass ein phlegmatischer Mensch aufgrund seiner Veranlagung nur schwer zu erregen und kaum zu irgendwelchen Aktivitäten zu bewegen ist (laut Duden-online).

Ein schönes Wort, dass man gut verwenden kann, wenn man einmal bildungssprachlich ausdrücken möchte, dass jemand faul ist, denn dies ist laut Duden-online ein Synonym zu phlegmatisch, wobei hier natürlich auf die verschiedene Konnotation zu achten ist.

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Konzedieren

Konzedieren ist ein Verb, das aus dem Lateinischen concedere kommt und ursprünglich bei Seite treten bedeutete (laut Duden-online). Konzedieren bedeutet so viel wie einräumen, zugestehen oder zugeben, man kann gestatten, erlauben oder akzeptieren als Synonyme verwenden, allerdings gibt Duden-online noch deutlich mehr an. Als Beispiel steht dort, dass man jemandem etwas konzediert. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht mehr genau weiß woher ich dieses Wort habe, aber man hört ihm an, dass ich es wohl aus meinem universitären Alltag habe. Da es sehr viele Synonyme zu konzedieren gibt, ist es wohl nicht nötig dieses Wort in seinen alltäglichen Wortschatz zu übernehmen, wobei es natürlich sehr bildungssprachlich klingt.

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Extinktorisch

Die Extinktion kommt aus dem Lateinischen und bedeutet laut Duden in der Fachsprache Schwächung einer Strahlung. Dieser Begriff kommt aus der Physik (,Biologie, Astronomie, Meteorologie), aber auch aus der Psychologie. Dort bedeutet er, dass die Wirkung eines bedingten Reizes vorübergehend und kontextabhängig außer Kraft gesetzt wird (laut Wiki).

Laut Duden-online sind Synonyme zur Extinktion Auslöschung, Ausrottung, Ausmerzung oder Vernichtung.

Alles in allem ein sehr negativer Begriff, von dem ich auch nicht weiß wann ich ihn in einer privaten Konversation einmal gebrauchen soll.

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Chiliastisch

Das Adjektiv „chiliastisch“ bedeutet laut duden-online den Chiliasmus betreffend oder darauf beruhend. „Chiliasmus“ ist (laut der selben Quelle) die Lehre von der Erwartung des Tausendjährigen Reiches nach der Wiederkunft Christi (Offenbarung 20,4 f.). Chiliasmós kommt aus dem Griechischen und ist laut Wikipedia ein Synonym zu Millenarismus. Ehrlich gesagt habe ich weder von Chiliasmus noch von Millenarismus je etwas gehört, sodass ich diese Wörter auch nicht privat verwende und ich wüsste auch nicht in welchem Kontext ich diese Wörter in Zukunft verwenden sollte.

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Zugzwang

Das Substantiv Zugzwang kommt aus dem Schachwesen und es bedeutet (laut duden-online) so viel wie die ‚Notwendigkeit, sich in einem bestimmten Zeitpunkt [in bestimmter Weise] zu entscheiden, etwas Bestimmtes zu unternehmen oder zu erreichen‘. Mit dieser Erklärung aus dem Duden ist relativ klar was es bedeutet. Aber man kann dieses Substantiv auch relativ einfach auf das normale Leben übertragen, sodass man sich eine hypothetische, moralische Situation vorstellen kann bei der man sich irgendwie entscheiden muss, aber eigentlich nur daneben liegen kann.