Lieblingsworte

Deduktion

Die Deduktion ist die Logik des Ableitens. Dabei gibt es verschiedene Verfahren mit deren Hilfe man auf die Konklusion mithilfe der Prämissen schließen kann. Die deduktive Logik ist die formale Logik, da sie ihre Gültigkeit ihrer Form verdankt. Mit jedem Verfahren gibt es auch eine neue Definition der deduktiven Gültigkeit. Die Deduktion bietet den Vorteil, dass man aufgrund der Prämissen, wenn diese stimmen, nichts anderes schließen kann, als die Deduktion, sodass diese dann Gültigkeit erlangt.

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Induktion

Die Induktion ist eine Möglichkeit des logischen Schließens. Mithilfe der Induktion wird aus der Erfahrung geschlossen. Mithilfe von induktiven Prinzipien wie „Die Natur bleibt sich gleich“ oder „Die Zukunft ist wie die Vergangenheit“ kann man von vergangenen Erfahrungen auf zukünftige Dinge schließen. Es gibt verschiedene Ansätze mit deren Hilfe man von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen kann, so gibt es die eliminative Induktion, die enumerative und die statistisch-enumerative Induktion, außerdem noch die spieltheoretsche Logik und die Logik des Kontrollexperiments und des Stichprobenverfahrens. Diese Verfahren greifen das Problem immer unterschiedlich an, allerdings ist es immer problematisch mithilfe von induktiven Prinzipien auf die Zukunft zu schließen, denn man muss sich auf diese Prinzipien verlassen, die aber ihrerseits nicht verlässlich sind.

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Knutschen

Das Verb knutschen bedeutet heftig umarmen, küssen.

Wie wir beim Verb knautschen bereits gelernt haben, kommt knutschen von dem Mittelhochdeutschen Verb knutzen, was so viel wie drücken oder quetschen bedeutete. Aber wieso heißt knutschen knutschen?

Nun leider weiß auch Onkel Kluge keine befriedigende Antwort zu geben: Dort steht nur, dass es noch andere Wörter gab, die einen Bedeutungswandel durchgemacht haben, genau wie das Verb knutschen, bei diesen anderen Wörtern (knüllen, knutzen u.a.) blieb der Bedeutungswandel aber regional beschränkt. Was diesen Bedeutungswandel aber ausgelöst hat, steht hier leider auch nicht.

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Scharteke

Das Substantiv Scharteke ist abwertend für ein altes Buch, das seinem Inhalt nach wertlos ist oder ein anspruchsloses Theaterstück, allerdings kann damit auch eine ältere unsympathische Frau gemeint sein, wobei ich diesen Ausdruck dafür noch nie gehört habe.

Ursprünglich kommt das Substantiv wohl aus dem Lateinischen charta für Karte, allerdings findet sich im Mittelniederdeutschen die scarte oder scarteke für ein altes Buch oder eine Urkunde.

Ich finde es nicht gut ein altes Buch als Scharteke zu bezeichnen, allerdings sind mir ein paar Synonyme für abwertende Bezeichnungen für alte Bücher bekannt – leider.

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Knautschen

Das Verb knautschen bedeutet, dass etwas zusammengedrückt oder geknüllt wird, Falten bildet oder knittert. Nach dem Duden-online ist knautschen eine verhochdeutschte Form von knutschen, wobei ich das Wort verhochdeutscht auch noch nie gehört habe, aber das sei mal dahingestellt. Knutschen kommt aus dem Mittelhochdeutschen knutzen, welches drücken oder quetschen bedeutete. Nun versteht man auch wieso knautschen von knutschen kommt, aber warum heißt jetzt knutschen knutschen? Wer wird denn da zerknautscht? Klingt zumindest nicht sonderlich romantisch…

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Havarie

Die Havarie ist ein Substantiv aus dem Flug- oder Seewesen. Mit Havarie wird laut Duden-online ein Unfall von Flugzeugen oder Schiffen bezeichnet oder der Schaden, der durch einen solchen Unfall an besagten Transportgefährten entstanden ist. Auch ein Schaden an größeren Anlagen oder technischen Maschinen kann damit gemeint sein.

Die Havarie kommt aus dem Niederländischen averij oder aus dem Französischen avarie, auch im Italienischen avaria oder im Arabischen awär lassen sich Ähnlichkeiten entdecken, überall bedeuten diese Wörter etwa Fehler oder Schaden.

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Rekognoszieren

Das Verb rekognoszieren bedeutet so viel wie die Echtheit einer Person, Sache oder Urkunde (ob gerichtlich oder amtlich) anerkennen, kann aber scherzhaft oder veraltet auch etwas wie auskundschaften bedeuten (laut Duden-online).

Rekognoszieren kommt aus dem Lateinischen recognoscere und bedeutet prüfen.

In wie weit man dieses Wort in seine Alltagssprache einbaut, weiß ich zwar auch noch nicht, aber mir hat es gefallen. Vor allem die Folge von s und z in der Wortmitte ist nicht besonders häufig, sodass es mir auffiel.

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Dissident

Dissident kann je nachdem ob man es groß oder klein schreibt ein Adjektiv oder ein Nomen sein. Ein Dissident ist jemand, der anders denkt, ein Abweichler, der von einer offiziellen Meinung abweicht, bildungssprachlich kann das aber auch jemand sein, der aus einer Religionsgemeinschaft ausgetreten ist (laut Duden-online).

Dissident kommt aus dem Lateinischen von dissidens und bedeutet dis- = auseinander und sedere = sitzen, also auseinander sitzen oder voneinander entfernt sitzen.

Eine schöne Beleidigung, die man in einem hitzigen Wortgefecht einmal fallen lassen kann um jemanden als Verräter zu bezeichnen, aber ein anderer Gebrauch würde mir in meinem Alltag nicht einfallen. Euch vielleicht?

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Phlegmatisch

Das Adjektiv phlegmatisch habe ich nicht nur aus einer sehr bekannten Serie, sondern auch aus einem Buch von Jules Verne, denn dort wird Phileas Fogg in „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ als phlegmatischer Gentleman beschrieben. Natürlich hat es mich dann interessiert was dieses mysteriöse Wort bedeutet und so fand ich heraus, dass es träge oder schwerfällig bedeutet, dass ein phlegmatischer Mensch aufgrund seiner Veranlagung nur schwer zu erregen und kaum zu irgendwelchen Aktivitäten zu bewegen ist (laut Duden-online).

Ein schönes Wort, dass man gut verwenden kann, wenn man einmal bildungssprachlich ausdrücken möchte, dass jemand faul ist, denn dies ist laut Duden-online ein Synonym zu phlegmatisch, wobei hier natürlich auf die verschiedene Konnotation zu achten ist.

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Konzedieren

Konzedieren ist ein Verb, das aus dem Lateinischen concedere kommt und ursprünglich bei Seite treten bedeutete (laut Duden-online). Konzedieren bedeutet so viel wie einräumen, zugestehen oder zugeben, man kann gestatten, erlauben oder akzeptieren als Synonyme verwenden, allerdings gibt Duden-online noch deutlich mehr an. Als Beispiel steht dort, dass man jemandem etwas konzediert. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht mehr genau weiß woher ich dieses Wort habe, aber man hört ihm an, dass ich es wohl aus meinem universitären Alltag habe. Da es sehr viele Synonyme zu konzedieren gibt, ist es wohl nicht nötig dieses Wort in seinen alltäglichen Wortschatz zu übernehmen, wobei es natürlich sehr bildungssprachlich klingt.