Adventskalender 2023

Kurz gesagt: Effi liest von Anna Moretti

In dem Jugendbuch Effi liest (auch veröffentlicht unter dem Titel Fräulein Ella und die Liebe) von Anna Moretti geht es um die 17-jährige Elena Sophie von Burow genannt Effi. Sie lebt mit ihren Freundinnen im Pensionat in Dresden und findet dort am Flussufer ein Buch. Als sie dabei erwischt wird und das Buch für obszön gehalten wird, fliegt Effi aus dem Pensionat. Im Zug nach hause lernt sie den jungen Arzt Max von Waldau kennen, der mit der Katze seiner kürzlich verstorbenen Großmutter nach Berlin zieht um sich dort eine Existenz aufzubauen. Zurück in Berlin ruft ihr verwitweter Vater seine Schwester zur Hilfe, damit Effi eine Frau um sich hat, die sie um Rat bitten kann. Während Effi und ihre inzwischen aus dem Pensionat heimgekehrten Freundinnen versuchen ihren Lebensweg zu finden, interessiert sich Max nicht nur aus persönlichen Gründen für Effi, sondern auch aus beruflichen, denn in seiner Nähe scheinen sie sexuelle Gelüste zu plagen, die sich in einem heftigen Schnupfen offenbaren…

Ich mochte Effi als Protagonistin total gerne. Ich mag es, dass sie so neugierig ist, neues lernen und ausprobieren möchte und sich auch über die Grenzen ihres von der Gesellschaft vorgegebenen Rollenbildes hinwegsetzt. Auch ihre Freundinnen haben mir gut gefallen und über die beiden hätte ich (vielleicht sogar in weiteren Bänden) gerne noch mehr gelesen.

Max mochte ich am Anfang sehr gerne, aber im Laufe der Handlung fand ich sein engstirniges Verhalten sehr anstrengend, obwohl er nicht bösartig ist, sondern einfach unreflektiert, unkommunikativ und sich auch sonst nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert. Ein sympathischer, junger Mann ist er trotzdem.

Ich mochte die Handlung. Ich mag solche Jugendbücher, in denen starke Protagonistinnen ihren eigenen Lebensweg finden, sich ausprobieren können und eigene Entscheidungen treffen. Auch der historische Kontext hat mir gut gefallen, weil ich Bücher, die im ausgehenden 19. Jahrhundert spielen, mag.

Mir gefallen die Briefe, die Max immer wieder an seinen Bruder schreibt, wenngleich mich dessen Antworten interessiert hätten. Außerdem mag ich den Zeitstrahl am Anfang und das Nachwort am Ende, die beide der historischen Einordnung dienen und sehr interessant waren.

Die Themen, die hier angesprochen werden, mochte ich: das Frauenbild im ausgehenden 19. Jahrhundert, deren Berufschancen, Ausbildung von Frauen, Forschungsstand in der Medizin und technische Entwicklung.

Alles in allem hat mir Effi liest von Anna Moretti sehr gut gefallen. Ich mag die Figuren, vor allem Effi und ihre Familie, aber auch die Handlung selbst hat mir gut gefallen. Auch die Paratexte im Jugendroman haben mir gut gefallen und ich mochte die Briefe von Max an Ben.

Adventskalender 2023 ·Hörbücher

Kurz gesagt: Daheim lauert der Tod von Andrew Lane

Daheim lauert der Tod von Andrew Lane ist der achte Band der Young Sherlock Holmes-Reihe. Sherlock studiert noch in Oxford als er von seinem Bruder Mycroft erfährt, dass ihre Mutter gestorben ist. Gemeinsam kehren sie nachhause zurück, wo er seit Jahren das erste Mal seine Schwester Emma wiedertrifft. Diese wirkt immer noch geistesabwesend, ist aber inzwischen verlobt. Nachdem Sherlock Einbrecher, die in ihr Zuhause eingebrochen sind, verfolgt hat, und am nächsten Tag drei Verdächtige im Haus des Verlobten antrifft, verändert sich Mycrofts Verhalten. Er stiehlt einen Brief, den Sherlock zusammen mit Matty zurückstiehlt und gemeinsam mit Emmas Verlobten machen sie sich auf nach Ägypten um ein großes Verbrechen zu verhindern und den Bruder des Verlobten zu retten, doch dabei muss sich Sherlock gegen sein Land und seinen Bruder stellen…

Da ich diesen Band, wie die Reihenbände zuvor, als Hörbuch gehört habe, werde ich sowohl auf das Medium als auch auf den Inhalt eingehen.

Der achte und offenbar letzte Band der Young Sherlock Holmes-Reihe ist von der Struktur genauso aufgebaut wie die vorherigen Bände und wir treffen auch wieder einige alte Bekannte: Matty, Rufus Stone, Mycroft und natürlich Sherlocks Tante Anna, aber auch Emma, seine Schwester, ist dieses Mal dabei und wir lernen sie etwas näher kennen, was ich sehr mochte. Schade finde ich weiterhin, dass Virginia und ihr Vater keine Rolle mehr spielen und nur mal am Rande erwähnt werden.

Schade finde ich auch, dass die Reihe mit diesem Band endet, denn er wirkt nicht wie ein Abschlussband der Reihe. Vielleicht soll dieser Band am Ende suggerieren, dass Sherlock noch andere Abenteuer erlebt und man diese dann beispielsweise in den Bänden von Sir Arthur Conan Doyle nachlesen kann (oder dieser Band sollte nicht der letzte Band der Reihe sein). So würde das Ende zumindest Sinn ergeben.

Jona Mues spricht auch diesen Band von Young Sherlock ein und ich muss sagen, dass er für mich einfach immer noch gut zu Sherlock passt und einfach zur Reihe dazugehört. Auch dieser Band wurde in der Hörbuch-Adaption gekürzt, wobei ich sagen muss, dass ich es hier nicht so auffällig fand und nicht das Gefühl hatte, dass irgendwo viele Informationen gefehlt hätten.

Alles in allem war der letzte Band von der Struktur gut gemacht. Ich mag es, dass er in Ägypten spielt, weil ich durch Christie dieses Land typisch für englische Krimis finde und das gut gepasst hat. Außerdem mag ich, dass Sherlock hier endlich Fechten gelernt hat, alte Feinde wieder aufgetreten sind und wir uns von alten Freunden verbschieden mussten. Schade finde ich, dass Mycroft sich in diesem Band so verhält wie er es tut, aber das passt zum eigentlich Werkkanon von Conan Doyle, von daher passte auch das ganz gut. Auch Jona Mues hat seine Sache gewohnt gut gemacht und ich fand die Kürzungen bei diesem Band ziemlich passend (zumindest nicht allzu auffällig). Man sollte aber mit einem Cliffhanger am Ende der Reihe klarkommen, ansonsten handelt es sich aber um einen gelungenen Abschlussband für Young Sherlock Holmes Daheim lauert der Tod von Andrew Lane.

Adventskalender 2023

Inhaltsangabe: Die Morde von Mapleton von Brian Flynn

Die Morde von Mapleton ist ein Weihnachtskrimi von Brian Flynn, in dem seine Figur Anthony Bathurst einen Großteil der Ermittlungen übernimmt.

An Heiligabend lädt Sir Eustace Vernon einige Freunde und Bekannt zum Weihnachtsessen ein. Als er eine schlimme Nachricht bekommt, steht er auf und verlässt den Tisch, allerdings steckt er dabei noch zwei rote Knallbonbons ein.

Stunden später als die ersten Gäste gegen Mitternacht langsam gehen wollen, merken die Gäste, dass ihr Gastgeber immer noch nicht zurückgekehrt ist. Sie überlegen gerade was nun zu tun ist, als der Schrei eines Dienstmädchens sie erschreckt und ins Arbeitszimmer ruft. Dort finden sie die ohnmächtige Hausangestellte, die ihnen kurz darauf mitteilt, dass sie von einer Frau mit einem Messer angegriffen wurde. Da es dunkel war, konnte sie allerdings nicht erkennen wer es war.

Nur kurze Zeit später ertönt ein zweiter Schrei einer zweiten Hausangestellten, die den leblosen Butler im Anrichtezimmer entdeckt hat. Schnell wird die Polizei gerufen, die feststellt, dass es sich gar nicht um einen Mann, sondern um eine Frau handelt.

Parallel finden Sir Austin Kemble, der Polizeichef, und Anthony Bathurst, ein Berater von Scotland Yard, auf dem Heimweg eine leblose Gestalt auf den Schienen, nachdem ihnen am Bahnübergang schon ein leerstehender Wagen aufgefallen ist. Sie fahren auf die nächste Polizeiwache nachdem sie den Tatort untersucht haben und alarmieren dort die Kollegen, die den Fall weiter untersuchen. Außerdem rufen sie die Polizei aus dem Haus von Sir Vernon zurück, damit diese Bericht erstatten kann. Auf der Polizeiwache treffen sie außerdem auf den Kaffeeverkäufer Sam McLaren, der angibt im Garten von Vernon von zwei großen Kerlen überfallen worden zu sein.

Die Ermittlungen gehen in alle Richtung, doch einige Dinge fallen den ermittelnden Beamten auf: Vernon und der Butler hatten jeweils ein Knallbonbon in ihren Taschen mit einer ominösen Botschaft, in der steht, dass sie bald tot sein werden. Beide Nachrichten wurden aber von verschiedenen Menschen, eine von Vernon und eine vom Butler, geschrieben. Hinzu kommt, dass offenbar jede Menge Bargeld aus dem Safe, der nach der Tat offen stand, gestohlen wurde, und darüber hinaus noch ein Gegenstand, den Vernon seiner Nichte, Helen Ashley, in einem Brief zudachte. Im Garten wurde darüber hinaus ein Brocken Tabak gefunden und der Freund einer der Hausangestellten sieht einen Wagen, der auf seinem Weg an ihm vorbeifährt. Einer der Fahrer steigt aus und versteckt offenbar etwas in einem kleinen Waldstück in der Nähe des Vernon-Grundstücks. Die Korrespondenz in einer Jackett-Tasche von Eustace Vernon ergibt weitere Puzzleteile, die offenbar nicht zum Gesamtbild passen.

Adventskalender 2023

Rezension: Die Morde von Mapleton von Brian Flynn

Von Brian Flynn, der eigentlich ein sehr aktiver Autor war, gibt es bisher nur eine Übersetzung und zwar von Die Morde von Mapleton. Der Ermittler Anthony Bathurst kommt wohl in den meisten der Krimis des Autors vor.

Die Handlung selbst war recht spannend. Die Ermittlungen haben den Ermittler viel durch die Gegend geführt, die Figuren wurden häufiger befragt und es gab viele Hinweise, einige davon gehörten zu einem zweiten Fall, sodass Bathurst erst einmal herausfinden musste, welche Hinweise für den Mordfall relevant sind. Solche zufälligen Zwischenfälle, die dafür sorgen, dass nicht alle Beweise und seltsamen Vorkommnisse auf eine Täter:in hinweisen, mag ich besonders gerne.

Bathursts Charakter hat mich an eine Mischung aus Sherlock Holmes und Hercule Poirot erinnert. Er ist zwar ziemlich gut, hat sich aber nicht ganz so arrogant verhalten wie einige andere Vertreter seiner Zunft. Ich kann leider nicht näher beschreiben warum er mir wie eine Mischung aus diesen bekannten Detektiven vorkam, aber ich fand seinen Charakter auf jeden Fall recht sympathisch und er wirkte unglaublich kompetent.

Sir Kemble und der andere Polizist, der mit dem Fall betraut war, Inspector Craig tragen zwar ihren Teil zu den Ermittlungen bei, aber die Hauptarbeit übernimmt Bathurst. Sein Freund weiß auch, dass er sich auf den Detektiv verlassen kann, aber Inspector Craig versucht ebenfalls Ermittlungserfolge zu verzeichnen und arbeitet Barthurst so zu (dieser revanchiert sich allerdings indem er auch dem Polizisten einige Hinweise aus seinen Ermittlungen weitergibt; möglichweise hat mir dieses Verhalten Barthurst so sympathisch gemacht), weil er eine Chance für seine Karriere in diesem Fall wittert.

Obwohl es sich um einen Weihnachtskrimi handelt, kommt das Weihnachtsthema ein bisschen kurz. Ja, die Figuren sitzen an Heiligabend beim Weihnachtsessen zusammen als der gesamte Fall seinen Anfang nimmt, aber ein Großteil der Handlung spielt zwischen den Jahren und sogar bis ins neue Jahr hinein. Dennoch kam ein bisschen Weihnachtsstimmung während des Lesens auf.

Wie ich ja eben erwähnte, fand ich den Hauptcharakter, Anthony Bathurst, sehr sympathisch und gleichzeitig klug und kompetent. Ich habe daraufhin natürlich über den Autor recherchiert und herausgefunden, dass es mindestens 20 Krimis mit dem Detektiv gibt, von denen bislang nur dieser eine ins Deutsche übersetzt wurde. Leider findet man nur sehr wenig über den Autor und die Reihe. Im Deutschen nur das, was der Dumont Verlag auf seiner Seite veröffentlicht hat und auch im Englischen nur wenig mehr. Die ersten Krimis wurden in den späten 1920er Jahren veröffentlicht. Was ihn zum Zeitgenossen von Christie macht. Seine Krimis sind dem Genre des klassischen englischen Detektivromans zuzuordnen. Ich hoffe jetzt darauf, dass ich entweder irgendwie an die englischen Krimis komme (was nicht so einfach ist, bei solch alten Büchern), oder dass noch ein paar übersetzt werden.

Alles in allem hat mir Die Morde von Mapleton von Brian Flynn sehr gut gefallen und ich hoffe noch auf weitere Werke des Autors, weil mir vor allem der Detektiv Anthony Bathurst sehr gut gefallen hat. Der Fall selbst war spannend und ziemlich kompliziert aufgezogen, aber das Weihnachtsthema kam nicht so sehr durch.

Adventskalender 2023 ·Leseaktionen ·Mein SuB kommt zu Wort

Mein SuB kommt zu Wort Dezember 2023

weihnachtliches Leseaktionen-Banner durch einen grün roten Rahmen außenrum: Mein SuB kommt zu Wort, SuBy und Horst mit den Links: vanessas-literaturblog.de und mellisbuchleben.blogspot.com und Idee von annasbuecherstapel.de Im Hintergrund viele aufgestapelte Bücher

Hallo und Herzlich Willkommen zur Gemeinschaftsaktion „Mein SuB kommt zu Wort“. 🙂

Anna von Annas Bücherstapel hat diese Aktion 2016 ins Leben gerufen. Melli von Mellis Buchleben und ich übernehmen sie im August 2021. Alle Informationen zur Aktion findet Ihr HIER. Wir freuen uns über jede:n Teilnehmer:in und versuchen, Eure Teilnahme in diesem Beitrag übersichtlich aufzulisten, so dass nicht immer in den Kommentaren geschaut werden muss. 🙂 Und nun viel Spaß 🙂 Den Beitrag werdet ihr immer pünktlich am 20. bei Melli und mir auf den Blogs finden, auch wenn wir mal nicht selbst teilnehmen können.

Und nun: Manege frei für unsere Stapel ungelesener Bücher:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
  2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
  3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
  4. Liebe:r SuB, jetzt wird’s künstlerisch: in welchen deiner Bücher geht es um Musik, Tanz, Literatur, Malerei oder eine andere Kunstform?

 

SuBy:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Obwohl Vanessa in letzter Zeit wirklich sehr wenig gelesen hat, bin ich nur noch bei 53 Büchern. Sie hatte irgendwann mal gesagt, sie wollte zum Jahresende gerne unter 50 sein, aber wir sind uns noch nicht so sicher, ob das noch klappt, denn schließlich steht Weihnachten vor der Tür… Gemeinhin bedeutet das eher einen SuB-Aufbau.

 

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Tatsächlich ist so viel gar nicht hinzu gekommen in letzter Zeit. Von T. E. Kinsey Lady Hardcastle (Band 6) und der Mord am Meer und von Michel Bergmann Der Rabbi und der Kommissar Band 2: Du sollst nicht begehren. Bei beiden handelt es sich um Rezensionsexemplare und bei letzterem sogar um ein Hörbuch. Die sollte sie also zeitnah mal lesen/hören.

 

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Zuletzt hat Vanessa einen Krimi abgebrochen, der eigentlich echt gut klang: Mord auf Rezept von Rita Mae Brown. Dabei handelt es sich um einen Katzenkrimi und sie dachte, dass eine ältere Dame ermittelt (Die Reihe heißt Mrs. Murphy), aber das ist der Name der Katze. Statt winterliche Cosy Crime handelte es sich um einen brutal-blutige Tatort, bis zum Abbruchzeitpunkt sehr wenig Ermittlungen und dafür ganz viel Handlung um die Figuren aus dem Ort, in dem die Reihe spielt. Leider hat für Vanessa hier so gar nichts gestimmt und sie hat nach einem viertel (oder so) abgebrochen. Nun will sie aber gerne noch eine Abbruch-Rezi schreiben.

 

  1. Liebe:r SuB, jetzt wird’s künstlerisch: in welchen deiner Bücher geht es um Musik, Tanz, Literatur, Malerei oder eine andere Kunstform?

Rückblick Mai 2021: Percy Jackson Band 5 ist immer noch ungelesen.

Rückblick November 2023: Kabeljau und Kaviar von Charlotte MacLeod, Mord im alten Pfarrhaus von Jill McGown und Der chinesische Schal von Patricia Wentworth sind alle drei noch ungelesen. Naja vielleicht liest sie ja bis zum nächsten Mal eins (davon sind schließlich zwei Weihnachtsbücher, da würde es sich anbieten jetzt an Weihnachten oder zwischen den Jahren ja anbieten).

Dezember 2023: Dieses Mal schlage ich Vanessa ein paar Reihentitel vor. Sie mag die Frage aber eigentlich total gerne. Da Vanessa ja gesagt hat, dass sie mal wieder Lust auf einen Weihnachtitel hätte, schlag ich hier einfach nochmal Wells & Wong 5 vor. Mord unterm Mistelzweig von Robin Stevens könnte sie doch direkt anfangen; finde ich. Außerdem will sie doch Lady Hardcastle (Band 6) und der Mord am Meer von T. E. Kinsey ohnehin zeitnah lesen, weil es ein Rezensionsexemplar ist. Ein Conan könnte auch mal wieder sein: Detektiv Conan Band 98 von Gosho Aoyama. Da sollte doch was dabei sein.

Wir wünschen euch schöne Feiertage, eine ruhige und besinnliche Zeit und einen guten Start ins nächste Jahr.

 

Kennt ihr eines der Bücher und könnt es Vanessa empfehlen (oder davon abraten)?

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„Mein SuB kommt zu Wort“ ist eine Aktion, die ursprünglich von Anna von AnnasBucherstapel.de stammt und von Mellis Buchleben und Vanessas Literaturblog im August 2021 übernommen wurde. Die Aktion findet immer am 20. des Monats statt, unabhängig vom Wochentag. Teilnehmen darf jede:r, wann immer er/sie Lust und Zeit dazu hat. Die vierte Frage ist HIER bereits im Voraus einsehbar. Die Fragen dürfen auch nach dem 20. noch beantwortet werden. Bitte benutzt bei einer Teilnahme das „Mein SuB kommt zu Wort“-Banner und verweist auf unsere Blogs!

EDIT: Euer SuB kann sowohl männlich als auch weiblich oder einfach buchisch sein. 😉

EDIT-EDIT: Unsere SuBs möchten sich austauschen – deswegen bitten wir alle Teilnehmer:innen, auch bei den anderen vorbeizuschauen und einen lieben Kommentar dazulassen (vor allem auch bei verspäteten Teilnehmer:innen). Nur so werden unsere SuBs wirklich gehört! 🙂 :-*

Ihr könnt natürlich auch immer Reihentitel vorstellen, die ihr bis zum nächsten Mal lesen wollt.

 

Liebe Grüße
SuBy (& Vanessa)

TEILNEHMER:INNEN:

Alica & Helmut

Andrea & Subs

Anja & Subooky

Melle & Brida

Rina & Cully

Marina & Leo

Kira & Katharina

Melli & Horst

Vanessa & SuBy
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Adventskalender 2023 ·Hörbücher

Kurz gesagt: Neugier ist ein schneller Tod von Ann Granger

Bei Neugier ist ein schneller Tod von Ann Granger handelt es sich um den zweiten Band der Lizzie Martin und Benjamin Ross, den ich als Hörbuch gehört habe, sodass ich sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen werde.

Nach ihrem ersten Abenteuer in London, möchte Lizzie gerne weg von ihrer Tante und ist deshalb halbwegs zufrieden mit ihrem neuen Job: Sie soll die Gesellschafterin einer jungen, verheirateten Frau, in einer ländlichen Gegend werden. Da sie die junge Frau vorher nicht kennenlernen konnte und Ben sie vermissen wird, ist er von ihrem neuen Job alles andere als begeistert (was auch daran liegt, dass die junge Frau wohl gerade eine schwere Depression durchmacht). Als Lizzie in den Haushalt kommt, ist sie schockiert von der prekären Situation: die beiden Roche-Schwestern machen ihrer Nichte, der jungen Mrs. Craven, die kürzlich ihr Baby verloren hat, das Leben schwer und stigmatisieren sie als Verrückte, weil sie nicht einsehen möchte, dass ihr Baby gestorben ist. Als kurz darauf der Rattenfänger tot im Garten des Hauses gefunden wird, beginnt Lizzie wieder mit ihren Ermittlungen und lässt nach Ben schicken, der sofort nach New Forest kommt.

Ich mochte den zweiten Fall von Lizzie Martin und Ben Ross wieder sehr gerne, mir hat auch gut gefallen, dass dieser nicht direkt in London spielt, weil das direkt mal für Abwechslung sorgt. Außerdem finde ich den Fall schön komplex, obwohl es nicht allzu viele Verdächtige gab und man ja schon gehofft hat, dass manche der Figuren nicht der Mörder/die Mörderin sind. Dennoch mochte ich, das die verschiedenen seltsamen Vorkommnisse im Haus irgendwie zusammenhängen.

Lizzie mochte ich in diesem Band auch wieder sehr gerne, denn sie geht ihren eigenen Weg, auch wenn es nicht einfach ist und sie dann auch mit Ben aneinandergerät. Auch überlegt sie, ob eine Ehe für sie wirklich von Vorteil wäre, weil sie sich schon vorher versucht klar zu machen, was es bedeutet mit einem Scotland Yard Inspektor verheiratet zu sein. Dieses Verhalten fand ich sehr interessant, weil Frauen damals ja dazu erzogen wurden, eine Ehe als einzigen Lebenszweck wahrzunehmen.

Ben ist zwar etwas offener und verhält sich nicht wie ein Macho, aber er hat dennoch eine Meinung dazu, dass Lizzie, den Job annimmt, weil er sich Sorgen um sie macht und auch weil er sie vermisst, denn er weiß eigentlich, dass er sie liebt.

Katharina Thalbach spricht genauso wie den ersten Band, auch den zweiten Band der Reihe ein und ich muss sagen, dass ich sie auch in diesem Band nicht sonderlich mag. Ich finde ihre Stimme klingt einfach zu alt und rau für Lizzie und passt damit für mich weder zur Protagonistin noch zum Krimi. Vielleicht gibt es auch Hörer:innen, die das anders sehen, aber für mich passte das einfach nicht zusammen.

Alles in allem mochte ich Neugier ist ein schneller Tod von Ann Granger aber ganz gerne. Ich mag Hörbücher eigentlich, finde die Interpretation von Katharina Thalbach aber nicht so gelungen, weil sie als Sprecherin für mich nicht passt. Aber ich mag Lizzie Martin und Ben Ross als Figuren sehr gerne und mochte auch ihren zweiten Fall. Ich werde mir die nächsten Bände auf jeden Fall angucken, auch wenn es diese nicht mehr als Hörbuch gibt (was ich erst einmal schade finde, auch wenn mir die Sprecherin nicht so gut gefallen hat).

Adventskalender 2023 ·Hörbücher ·Lacroix und die stille Nacht von Montmartre von A. Lépic

Kurz gesagt: Lacroix und die stille Nacht von Montmartre von Alex Lépic

Im dritten Band der Lacroix-Reihe Lacroix und die stille Nacht vor Montmartre von Alex Lépic ermittelt Lacroix in einem fremden Bezirk. Als die Weihnachtsdeko von öffentlichen Bäumen gestohlen wird, wird Lacroix misstrauisch: Wer stiehlt denn Lichterketten? Sein Gefühl sagt ihm, dass das noch etwas folgen wird und er soll Recht behalten: ein Mann und sein Pferd werden angegriffen (der Mann wird geschlagen und das Pferd getötet) und der Weihnachtsbaum auf einem berühmten Platz wird gefällt.

Diesen Weihnachtskrimi habe ich als Hörbuch gehört, sodass ich sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium ergehen werde.

Lacroix erinnert an einen relativ typischen alternden Polizeikommissar, der sehr gute Ermittlungsarbeit leistet. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich ihn als Figur kenne, kann aber nicht sagen woher.

Interessant fand ich auch, dass in diesem Band immer wieder auf die vorherigen Bände eingegangen wurde. Es ist zwar für die Geschichte nicht unbedingt notwendig die anderen Bände zu kennen, aber es macht schon Sinn, um alles verstehen zu können (ich kenne die vorherigen Bände zwar auch nicht kann mir aber vorstellen, dass man zu einigen Figuren und deren Beziehungen zueinander aus den anderen Bänden etwas erfahren würde).

Der Fall selbst war interessant, weil alles sehr undurchsichtig bleibt für eine lange Zeit. Erst gegen Ende werden die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Vorfällen ersichtlich.

Für mich handelte es sich aber wegen des sterbenden Pferdes (das bekommt man als Leserin mit) um einen richtigen Krimi (und nicht um einen Cosy Crime).

Der Sprecher Felix von Manteuffel hat mir gut gefallen, weil er gut zu Lacroix gepasst hat. Ich konnte mir die Figur durch die Stimme noch besser vorstellen.

Insgesamt mochte ich den Weihnachtskrimi Lacroix und die alle Nacht vor Montmartre von Alex Lépic ganz gerne. Ich werde mir die Reihe definitiv genauer ansehen und vielleicht noch den ein oder anderen Band lesen (oder hören).

Adventskalender 2023

Inhaltsangabe: Schlaf in himmlischer Ruh von Charlotte MacLeod

Schlaf in himmlischer Ruh von Charlotte MacLeod ist der erste Band der Prof. Peter Shandy-Reihe. Peter Shandy lebt auf dem College-Campus in seinem eigenen Haus. Immer zur Weihnachtszeit wird die Lichterwoche veranstaltet. Peter gestaltet sein Haus um und zwar so extrem nervig leuchtend geschmückt, dass er daraufhin spontan in Urlaub fährt. Er hofft, dass er seine Nachbarn und die Frauen vom Komitee, die ihn die ganzen Jahre gedrängt haben sein Haus auch zu schmücken, damit nerven kann.

Als er überraschend früh zurück nachhause kommt, findet er die Frau seines besten Freundes tot hinter dem Sofa. Offenbar ist Jemima gestürzt. Doch ein paar Dinge kommen Shandy komisch vor: einige Murmeln, die bei Shandy im Wohnzimmer standen, liegen auf dem Boden verstreut und Jemima soll zum Umdekorieren einen kleinen Tritt geholt haben, aber ihr Mann Tim und Peter sind sich sicher, dass sich Jemima diesen nie geholt hätte.

Der Präsident des Colleges Svensson bittet Shandy darum, Ermittlungen anzustellen und so befragt Shandy seine Nachbarn, Kollegen und Freunde. Tim ist nicht sonderlich erschüttert über den Tod seiner Frau und überall wo Shandy Fragen stellt, kommt ähnliches heraus: Jemima war überall nicht sonderlich gern gesehen, weil sie ständig ihre Nase in fremder Leute Angelegenheiten gesteckt hat.

Damit Tim zu seiner hochschwangeren Tochter fahren kann, bittet der Ehemann der Tochter seine Verwandte Helen Marsh das Haus der Familie zu hüten. Helen, eine gerade arbeitslose Bibliothekarin, fühlt sich in Balaclava direkt wohl: Shandy zeigt ihr alles, ist freundlich und sie verstehen sich auf Anhieb super, außerdem wird ihr sofort ein Job angeboten, denn sie soll eine gespendete Büchersammlung katalogisieren.

Kurz darauf wird Dr. Cadwell, der Finanzchef des Colleges, während der Ermittlungen von Peter tot aufgefunden, weil er ihn für einen Hauptverdächtigen hält. Nun hat Peter einige neue Ansatzpunkte, mit deren Hilfe er hofft, den Fall endlich aufzuklären…

Adventskalender 2023

Rezension: Schlaf in himmlischer Ruh von Charlotte MacLeod

Schlaf in himmlischer Ruh von Charlotte MacLeod ist der erste Band der Prof. Peter Shandy-Reihe. Peter Shandy ist Professor in Balaclava und wird durch einen Zufall in seine ersten Ermittlungen hineingezogen.

Prof. Peter Shandy war für mich ein total sympathischer Charakter. Ich mag seine Klugheit, dass er einen gewissen Witz hat, und dass er sich für Tim als wahrer Freund erweist. Außerdem mag ich es, dass er Interesse an Büchern hat und dass er nett und freundlich zu Helen ist und so auch mit ihr flirtet.

Helen Marsh war mir ebenfalls sehr sympathisch. Ich mag es, dass sie einspringt um ihrer Familie zu helfen, sich gut im neuen College einfügt und dass sie Bibliothekarin ist und Bücher sehr mag. Ich mochte sie als Detektiv-Sidekick total gerne und hoffe, dass sie in den weiteren Bänden noch eine größere Rolle spielen wird.

Der Fall selbst war total spannend. Ich mochte die Verwicklungen um den Weg, den das Opfer kurz vor ihrem Tod genommen hat und ich mochte auch, dass im Laufe der Ermittlungen immer mehr Hinweise bekannt werden und sich so die Lösung zum Fall nach und nach rekonstruieren lässt.

Ich mochte auch die weihnachtliche Atmosphäre auf dem Collegecampus, bei dem es natürlich dann auch eine universitäre Atmosphäre gab. Das in Kombination hat mir wirklich super gefallen. Ich mochte diesen Weihnachtskrimi, obwohl er in den USA auf einem Collegecampus und nicht in einem englischen Herrenhaus spielte. Whodunit-Elemente hatte er zwar trotzdem, denn der Campus ist eine Art kleines, abgeschlossenes Ökosystem, in das natürlich jemand von außen hätte eindringen können, aber es ist dennoch klar, dass eigentlich nur jemand von den Uni-Angestellten der Täter (oder die Täterin) sein kann.

Alles in allem hat mir mein erster Krimi von Charlotte MacLeod und der erste Band der Prof. Peter Shandy-Reihe Schlaf in himmlischer Ruh super gefallen. Ich mag den Protagonisten, ich mag Helen Marsh und ich mochte die Campus-Atmosphäre. Ich hoffe, all diese Elemente auch in den weiteren Bänden der Reihe wiederzufinden. Übrigens: Der Band besteht aus 26 relativ kurzen Kapiteln, sodass ich ihn als literarischen Krimi-Adventskalender gelesen habe (und sogar bis zum zweiten Feiertag etwas von ihm hatte).

Adventskalender 2023

Kurz gesagt: Mission Mistelzweig von Kathryn Taylor

Lilly ist frisch von ihrem Freund getrennt und so beschließt die Protagonistin von Mission Mistelzweig von Kathryn Taylor ihren Job zu kündigen, denn sie will ihrem Chef und deren neuer Freundin nicht ständig zusehen zu müssen wie glücklich sie sind. Als ihre Tante sich verletzt und Hilfe bei den Weihnachtsvorbereitungen in ihrer Pension braucht, macht sich Lilly auf den Weg in den Lake District. Dort angekommen entdeckt sie Tom Lewis, der ein reisender Musiker ist. Solche Männer sind eigentlich überhaupt nichts für Lilly, aber Tom ist attraktiv und so verdreht er ihr den Kopf, obwohl sie ihm gegenüber misstrauisch ist. Gemeinsam müssen Tom und Lilly den deutschen Weihnachtsmarkt, den ihre Tante geplant hatte fertig organisieren und aufbauen und dabei kommen sie sich näher, doch Tom hat tatsächlich nicht nur ein, sondern mehrere Geheimnisse…

Ich muss sagen, dass ich mit Lilly einfach nicht warm geworden bin. Ich habe nicht verstanden, warum sie sich immer wieder selbst zerfleischt und sich die Beleidigungen ihres Ex-Freundes so zu Herzen nimmt. Vor allem wenn man bedenkt, dass er sie ja lange genug geliebt hat und mit ihr zusammen war.

Die Handlung war sehr vorhersehbar. Klar, es handelt sich um einen typischen Liebesroman und wenn man schon mal weiß wie ein Liebesroman funktioniert, erkennt man viele Elemente wieder und kann sich denken wie es beispielsweise ausgeht. Aber ich habe relativ schnell gewusst, welche Geheimnisse Tom hat, welche Wendungen es noch geben wird und was noch alles passieren wird. Das lag zum einen daran, dass viele Andeutungen (auch recht explizit) gemacht wurden und zum anderen natürlich daran, dass viele bekannte Mechanismen verwendet wurden.

Leider finde ich, dass viele Handlungen nur sehr oberflächlich beschrieben wurden, es einige Sprünge in der Zeit gab, die ich nicht nachvollziehen konnte und man auch über das Innenleben der Figuren nichts (oder sehr, sehr wenig) erfährt. Das liegt natürlich daran, dass der Roman sehr kurz ist (ca. 210 Seiten) und sich über einige Wochen zieht, dennoch fand ich das total schade, weil ich mich so nicht so gut in die Handlung einfühlen konnte.

Insgesamt hat mir Mission Mistelzweig von Kathryn Taylor aber ganz gut gefallen. Ich habe zwar einiges zu kritisieren, aber ich finde die Geschichte schön. Man muss einfach damit rechnen, dass es sich hierbei um einen normalen weihnachtlichen Liebesroman handelt, der keine besondere Tiefe hat.